Jugend - FC Jura 05 e.V.
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"FC Jura 05 und ASV Undorf ziehen an einem Strang" Der FC Jura 05 und der ASV Undorf wollen künftig enger zusammenarbeiten und damit auch Zeichen setzen. Im Undorfer Sportheim wurde von den beiden Vereinsvorsitzenden und den Jugendleitern eine selbst verfasste Vereinbarung unterzeichnet, die den Fußball-Jugendbereich abdecken soll. Der Inhalt dieses Vertrags regelt die Passumschreibungen, die Bildung von Spielgemeinschaften, den Aufstieg in höhere Spielklassen, konsequente „Ausbildung“ und vieles mehr. In der Vereinbarung ist auch das gegenseitige Abwerben von Spielern im Jugendbereich (Schwerpunkt Großfeld) geregelt. Beide Vereine verpflichten sich, dieses Abwerben (auch beim Wechsel in den Seniorenbereich) zu unterlassen. Beide Parteien stellen gegenseitig keine Ausbildungsvergütung für Spielerwechsel im Jugendbereich in Rechnung. Spielerpässe werden grundsätzlich nicht mehr an die Eltern ausgehändigt. Wie der ASV-Vorsitzende Uli Greth bei der Vertragsunterzeichnung informierte, haben die Jugendleiter des ASV und von Jura 05 das Projekt angestoßen und selbst auf denWeg gebracht. Eine derartige Vereinbarung war zwar schon länger im Gespräch und wurde jetzt umgesetzt. „Ein Signal für die Region“ „Wir tun dies, um die Jugendarbeit noch weiter zu verbessern. Unser Ziel ist es, dass die Jugendkicker ihren Heimatort zum Fußballspielen nicht mehr verlassen müssen, um beim spielerischen Niveau Fortschritte zu machen oder auch höherklassig spielen zu können. „Die Vereinbarung ist laut Greth ein gutes Zeichen für eine enge Zusammenarbeit der beiden örtlichen Fußballvereine. Damit wolle man dem demografischen Wandel entgegenwirken. Solch eine klare Regelung würde außerdem vielen Eltern vor Ort gewisse Ängste nehmen. „Dass wir uns als Vereine auf einander zu bewegen, ist außerdem ein Signal für die ganze Region.“ Wichtig ist auch, dass die Vereinsnamen erhalten bleiben – was zur Identifikation beiträgt. Betroffen von der Vereinbarung sind derzeit rund 80 Jugendfußballer des ASV Undorf und vom FC Jura 05. Noch nicht ganz spruchreif ist eine Zusammenarbeit im Bereich des Mädchenfußballs, die aber langfristig vorgesehen ist. Federführend bei der Ausarbeitung der Vereinbarung waren der bisherige ASV -Jugendleiter Benedikt Thumann, der Jugendleiter des FC Jura 05, Reimund Waha, sowie die jeweiligen Abteilungsleiter Christian Fischer (ASV) und Oliver Köhler (Jura 05). „Trotz aller Rivalität im sportlichen Bereich ist es wichtig, dass wir uns vor allem im Jugendbereich noch mehr aufeinander zu bewegen, zum Wohle aller Nachwuchsfußballer im Markt Nittendorf, ergänzt Christian Peter. Interview der Fußballjugendleiter: Wo liegt für Sie der Hauptvorteil dieser Vereinbarung? Markus Danzer: Die Spieler des eigenen Vereins können in einer Spielgemeinschaft beim jeweiligen anderen Verein mitspielen, ohne dass die Vereine in Zukunft Angst haben müssen, dass die eigenen Spieler vom Nachbarverein abgeworben werden. Reimund Waha: Ganz klar in der Zukunftssicherung der Vereine, wobei die Vereine auch durch die Spielgemeinschaft erkennbar bleiben. Zudem soll jedem Kind oder Jugendlichen des Markts ein Platz zum Fußballspielen angeboten werden – und dies vereinsübergreifend. Soll die Zusammenarbeit noch weiter ausgebaut werden? Markus Danzer: Ja, die nun unterschriebene Vereinbarung stellt den Anfang für eine gemeinsame Zusammenarbeit zwischen dem FC Jura 05 und dem ASV Undorf dar. Außerdem soll die ereinbarung ja leben und nicht in irgendeiner Ablage vor sich hinschlummern, damit sie nicht beachtet wird. Reimund Waha: Ja, und das muss auch so sein. Wenn möglich sollten wir im Großfeldbereich in jeder Altersklasse zwei Mannschaften ins Rennen schicken. Eine Mannschaft umfasst dabei den Leistungsbereich, die andere Mannschaft den Ausbildungsbereich (die Fußballer die in ihrer Entwicklung noch mehr Zeit benötigen). Es müssen auch zukünftig noch klare sportliche Ziele in der Vereinbarung benannt werden. Im Moment arbeiten wir FC Jura 05 und ASV Undorf gemeinsam am Aufbau einer B-Jugend Mädchenmannschaft. Was passiert, wenn sich eine Seite nicht an den Vertrag hält? Markus Danzer: Von diesem Fall gehen wir nicht aus, denn dafür sind wir als Vereine aufeinander zugegangen und haben uns eine gemeinsame Vorgehensweise überlegt, damit die Jugendlichen immer spielen können und keine Rivalitäten untereinander auftreten. Reimund Waha: Darüber denke ich nicht nach, da beide Vereine letztendlich gewissermaßen dazu gezwungen sind miteinander zu arbeiten, um eine gute und langfristig angelegte Nachwuchs-arbeit im Jugendfußball anzubieten. Ohne gezielte Jugendarbeit wird es im Erwachsenenbereich später zu ‚Söldnertrupps‘ kommen und das wird teuer. ( Text: MZ – Dietmar Krenz )
Foto: Krenz
zuletzt aktualisiert: 22.09.2020